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Der letzte Ton verklingt – Abschiedskonzert der Chorgemeinschaft Höringen-Gundersweiler

Mit dem spritzigen Motto „Sing in Spring“ ließ das Frühlingskonzert des Gesangvereins Höringen auf eine fröhliche und leichte Veranstaltung schließen. Doch trotz Frühlingserwachens verstrich der Abend nicht ohne einen Wermutstropfen, war er doch zugleich mit einem Abschied verbunden: denn er war zugleich das Abschiedskonzert der Chorgemeinschaft Höringen-Gundersweiler.

Chorgemeinschaft Höringen-Gundersweiler

Der Männergesang in beiden Ortschaften kann sich einer langen Tradition von 127 Jahren erfreuen. Doch mangels neuer und junger Mitglieder und aufgrund gesundheitlicher Verhinderungen einiger guter Sänger konnte selbst der vor einigen Jahren vollzogene Zusammenschloss des Höringer und Gundersweilerer Männerchors den Singstundenbetrieb nicht länger aufrechterhalten. Ein großes Problem sei auch die ungleichmäßige Stimmenverteilung, so Klaus Denzer, 1. Vorsitzender des Gesangvereins Höringen, der sichtlich bewegt, bei der persönlichen Verabschiedung bei jedem seiner Sänger erklärte, man habe Anfang des Jahres schweren Herzens beschließen müssen, den Singstundenbetrieb einzustellen. Auch in den Reihen der Sänger war die Stimmung einheitlich wehmütig. Es sei einfach schade, dass es jetzt nicht mehr weitergehe. Dennoch, so Denzer, sei vielleicht kein endgültiger Schlussstrich gezogen, denn mit einem sogenannten Männer-Ensemble wolle man die Chorproben ab Herbst eventuell im 14-tägigen Rhythmus wiederaufnehmen. Das Ensemble könne bei bestimmten Liedern den gemischten Chor des Höringer Gesangvereins unterstützen und weiterhin das Totengedenken sowie den Volkstrauertag mitgestalten.

Klaus Denzer (links) und Udo Gaß (rechts)

Sowohl Klaus Denzer als auch Udo Gaß, 1. Vorsitzender des Männergesangvereins Gundersweiler, verabschiedeten ihre Sänger mit herzlichen Worten und Präsenten. Auch das Publikum zeigte sich ergriffen vom Ende dieser Ära und als Ernst Graf als ältester Sänger mit einer Vereinsaktivität von stolzen 66 Jahren seinen Weg nach vorne zum Podium machte, strömte ihm eine Woge warmen Applauses entgegen. Auch andere Sänger, wie Friedel Busch, Erhard Kern, Helmut Ritzmann und Heini Scheidel, waren dem Verein über 50 Jahre treu und wurden gebührend verabschiedet. Dank erhielten zudem die 1. Vorsitzenden sowie die Chorleiterin Melania Popescu. Auch musikalisch überraschte der Männerchor noch einmal mit einer Erstaufführung von „Dich zu lieben“ von Roland Kaiser. Aus ihrem altbekannten Repertoire gaben sie zahlreiche Lieder zum Besten, unter anderem „Über sieben Brücken musst du geh‘n“, „Island in the Sun (Wo meine Sonne scheint)“ und Dona Maria. Zuletzt erreichten sie mit ihrer schwungvollen Darbietung von „Funiculi, Funicula“ begeisterte Zugaberufe beim Publikum.

Frauenchor Gundersweiler

Als Gastchor war der Frauenchor Gundersweiler unter der Leitung von Anke Janetzka zugegen. Man habe diesen ganz bewusst eingeladen, erklärte Denzer: So seien Höringen und Gundersweiler zum Abschied des Männerchores quasi „unter sich“. Obwohl nur aus wenigen Frauen bestehend, überzeugte der Chor mit kraftvollem Gesang und einem Repertoire, das sich von „Zwei kleine Italiener“ bis hin zu einer deutschen Bearbeitung des ABBA-Songs „Thank you for the Music“ erstreckte. Mit dem von der Chorleiterin arrangierten „Freundinnen müsste man sein“ hatte der Chor die Lacher auf seiner Seite und bei „I will follow Him“ mit einem stimmgewaltigen Solo der Chorleiterin ernteten die Frauen zum Ende ihres Auftrittes die Begeisterung der Zuschauer.

"Hörmonists"

Der gemischte Chor „Hörmonists“ des Höringer Gesangvereins unter der Leitung von Melania Popescu konnte mit einigen neuen Liedern aufwarten, darunter dem beschwingten „Always look on the bright side of life“, mit Bodo Wagenblatt als Solist und charismatischem Entertainer, und der emotionalen Ballade „You raise me up“. Eine große Bandbreite an Liedgut bewies der Chor auch durch zwei Lieder mit demselben Titel („Halleluja“), die jedoch verschiedener nicht sein könnten – eines von Hanne Haller und das andere von Leonard Cohen. Zuletzt entführten sie das Publikum mit den exotischen Klängen von „The Lion Sleeps Tonight“ in den afrikanischen Dschungel.

"Hörmonists" mit Bodo Wagenblatt

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge bestritten die drei anwesenden Chöre das Frühjahrskonzert „Sing in Spring“, denn für den Männerchor neigte sich auch der goldene Herbst einem Ende. Doch ist vielleicht noch nicht das letzte Wort in Sachen Männergesang in Höringen und Gundersweiler gesprochen – dies bleibt jedenfalls zu hoffen.

Mehr Fotos vom Konzert "Sing in Spring" 2015 findet man hier


 
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